Sirviva X-Tape Video Part
Sirviva - White Trash

Wer mit sich selbst hart ins Gericht geht, tendiert dazu, dies auch auf seine Umwelt zu projizieren. Kein Wort zuviel, keine überflüssige Selbstdarstellung – nur der Kern der Sache zählt. Sirviva nutzt brachiale Formulierungen, um die Unumstößlichkeit seiner Realität darzustellen. Ungefilterte, sich gegenseitig bedingende Grundemotionen wie Liebe und Hass prallen aufeinander, ziehen sich an, stoßen sich ab. Ein Sirviva-Song ist wie ein heftiger Streit, an dessen Ende man sich entweder versöhnt oder getrennte Wege geht. Als Teil eines Kollektivs, das sich ohnehin als musikalische Gallien definiert, wechselt Sirviva zwischen der Perspektive des distanzierten Beobachters und des explosiven Akteurs. Hier wird Realness nicht generiert, sondern gelebt. Genug lamentiert, hier geht es um Musik.